Eigentlich sollte es das große Comeback werden…
Genau ein Jahr nach der letzten Review die Rückkehr mit einem Paukenschlag:
The Asylum´s 2010: Moby Dick
Melvilles Klassiker neu verfilmt und direkt auf DVD gebraten. Yeah!
Bei “The Asylum” hätte ich aber schon stutzig werden müssen.
Aber fangen wir von vorne an…
Nachdem wir wieder der Nordpol-Eis-Hubschrauber-Flug-Einstellung aus Megashark vs Giant Octopus folgen, landen wir diesmal nicht bei einem Eisberg, sondern bei einem Teleskop, das aus einer Eisfläche starrt. Kurz drauf wird uns gezeigt, das dieses Teleskop zu einem amerikanischen U-Boot, der USS Acushnet (genau, wie die Firma, die Golf-Ausrüstung herstellt), gehört. Wir werden informiert, das heute der 20te November 1969 ist und wir uns 50 Meilen in sowjetischen Gewässern befinden.
Die Sonar-Offiziere Boomer (Ah!) und Ahab (Oh!) sollen die Gegend abhören und wer zuerst ein feindliches (also russisches) U-Boot kriegt nen Kasten Bier spendiert. Ahab hört auch direkt etwas und nimmt es auch direkt auf Kassette auf. Es ist aber “kein wirkliches Geräusch” sondern “mehr wie eine Leere. Wie ein Loch im Wasser.”
Das Ganze wird auch als nichts abgetan. Obwohl der Kapitän vermutet, es könnte auch “eins von diesen Hi-Tech-U-Booten sein, von denen Intel (?) berichet hat”. Also werden ein paar Photos von der Gegend gemacht. Doch plötzlich wird das Boot von einem riesigen Wal angegriffen.

Dabei kriegt unser Junior Commander Ahab eine riesige Narbe im Gesicht und verliert sein linkes Bein. Nicht ohne Moby Dick noch mal ins Auge schauen…

San Diego, California. Heute.
Dr. Michelle Herman (Melvillle) sitzt mit ihrem Assistenten Pip (Ah!) in einem kleinen Boot mitten auf dem Ozean. Sie spricht in ihr kleines Diktiergerät und erklärt sich selbst nochmal, was sie hier überhaupt macht, wie sie es macht und was es nutzt…

Es klappt, sie locken Archiv-Aufnahmen von Walen an.
Doch sie werden jäh von einem U-Boot gestört, das hinter ihnen auftaucht.

Die Luke öffnet sich und ein Mann namens Lt. Commander Starbuck (Ah!) steht vor ihnen und erklärt ihnen, das er von der U.S.S. Pequod (Oh!) kommt. Er erklärt Michelle auch, das sie inklusive Ausrüstung und Assistent mit an Bord kommen sollen. Ihre Dienste müssten in Anspruch genommen werden und wegen Suspensionsklausen im Paragraf 30-30-Irgendwas wäre das auch möglich…

Wohl oder Übel geht Dr. Herman an Bord und wird gleich von Bootsvorsteher Stubb (Ah!) begrüßt und von Mr. Queequeg (Oh!) zu einer Besprechung in den Kontrollraum gebracht, wo Mr. Flask (Ai!) das Boot schon wieder abtauchen lässt.

Meanwhile…
Point Mugu, Californien
Ein Touristenboot, das sich gerade die selben Archiv-Aufnahmen anguckt, wie Michelle gerade, wird von Moby Dick versenkt. Natürlich erst nachdem der weiße Wal einen anderen Wal verputzt hat…

In der Kommandozentrale wird inszwischen erklärt, das ein Riesiger Wal einen norwegischen Fischkutter, Bohrinsel und ein Containerschiff versenkt hat. Darauf hin sagt Michelle den Satz des Films. Sozusagen die Quintessenz des Ganzen: “Also das ist einfach lächerlich!”
Sie meint aber scheinbar nicht den Film, sondern nur die Tatsache, das Pottwale soetwas nich machen würden. Also wird ihr das gezeigt…

Anhand des Statometers, können wir errechnen, das das Tier etwa 400 Fuss lang ist.
Bei der holprigen Diskussion was das für ein Tier ist, wo er herkommt, und das Michelle es nicht anlocken kann, weil sie nicht den exaten Algorithmus der Laute des Wals hat, kommt Ahab herein. Er übergibt ihr das Tape mit den Geräuschen, die er ´69 aufgezeichnet hat und erzählt von dem weißen Wal. Seine Crew stimmt in die Beschreibung mit ein.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das dieser Dialog aus dem Original-Buch stammt. Nicht etwa, weil ich das Buch gelesen hab, und ich mich genau an die Zeilen erinnern kann. Nein. Das Gespräch wird mit einem Mal gut und ist nicht mehr holprig und wirkt gestellt…
Meanwhile…
United States Third Fleed Command in San Diego
Da das Militär keinen Kontakt mehr zu Ahab hat und ihm die oben erwähnten Versenkungen in die Schuhe schieben, soll Boomer, der überlebt, aber einen Arm verloren hat, ihn aufspüren.
Achja, und es wird noch erzählt, das Ahab eigentlich ein Reservist ist und die Pequod von ihm zum Besten U-Boot der Flotte gemacht wurde. Lol!

Fast vergessen: Er hat auch Atomwaffen. Klar.
Während Pip auf der Pequod das Tape des Captains irgendwie in die kleine Kassette des Diktiergerätes (siehe Photo oben, oder habt ihr gedacht, ich hab das Bild nur wegen Renée O´Connors Dekolletee dort platziert?) stopft, wird die U.S.S. Essex (Ah!) unter Captain Pollard (Oh!) von Moby Dick zerstört.
Als nächstes folgen mehrere langweilige Szenen:
Boomer befragt die Überlebende des Touristen-Schifes.
Michelle kommt auf die Spur des Wals und hört die “Leere, wie ein Loch im Wasser”
Das Militär hängt Ahab die Zerstörung der Essex an und schickt ihm einen Kampfhubschrauber hinterher.
Die Pequod jagt Moby Dick und will ihm mit einer Atomrakete den Garaus machen.
Der Kampfhubschrauber beschießt die Pequod, die Pequod beschießt den Wal mit der Atomrakete, trifft aber nen Riesenkalmar.

Moby Dick holt den Hubschrauber vom Himmel.
Starbuck versucht Ahab von seinem Vorhaben abzubringen.
Boomer folgt der Pequod in dem Senkrechtstarter von Pilot Tashtego (Ah!)
Alle diese Szenen werden von nerviger und viel zu übertriebener dramatischer Musik begleitet und sind gespickt mit viel zu stressigen Darbietungen.
Als Moby Dick im Begriff ist ein Kreuzfahrtschiff anzugreifen, auf dem scheinbar nur ein einziges Bikinigirl gastiert, und Ahab ihn mit einem Torpedo namens Fedallah (Ah! Wie der Harpunier!) abschießen will, bin ich eingeschlafen…

The Asylum bringt mal wieder das übliche: Dumme Geschichte, dumme Monster, immer die selben Requisiten und Drehorte, mittelmäßige Spezialeffekte (ihr Vorteil gegenüber SyFy-Movies) und ein paar bekannte Gesichter. In diesem Fall TV-Held Barry Bostwick aus Chaos City und “Gabrielle” Renée O´Connor, die sich deutlich besser gehalten hat, als andere 90er Serien Stars…

Fortsetzung folgt… Vielleicht…
