Resonnances – Die Würmer sind zurück
Resonnances
Frankreich 2006
Director & Writer: Phillippe Robert
Cast: Yann Sundberg (als Yann), Vincent Lecompte (Vincent), Romain Ogerau (Thomas), Sophie Michard (Karine), Marjorie Dubesset (Elodie), Johanna Andrados (Tina), Patrick Mons (Sébastien), Liviane Revel (erstes Opfer/weiße Dame)
Drei junge Männer und drei junge Mädels fahren mitten in der Nacht durch den Wald, um zu einer Disco zu kommen. Dabei haben sie einen Unfall und werden von einem außerirdischen Wesen gejagt, das sich durch die Erde bohrt. Die sechs Jugendlichen versuchen zu entkommen.
So ungefähr geht die Geschichte zu Resonnances. Da dem Drehbuchautor zu dem Grundgerüst keine gute Story eingefallen ist, hat er noch ein paar andere Elemente eingebaut. Aber von vorne:
Nach zwanzig Minuten Zeitverschwendung, die wohl Charakterentwicklung darstellen soll, geht es endlich los. Die Jungs und Mädels fahren getrennt. Den Jungs geht auf halben Weg der Sprit aus. Also müssen sie den Wagen durch den Nebel an eine einsame Tankstelle schieben. Dort treffen sie zwar nicht auf den Tankwart, aber auf Sebastien. Sebastien gibt vor eine Panne gehabt zu haben und schon eine Weile auf die Polizei zu warten. Es stellt sich aber heraus, das er ein aus dem Gefängnis entflohener Sträfling ist.
Der Unfall passiert, weil eine Geistererscheinung (!!) die Jungs ablenkt und sie so die Klippe herunterfahren. Ihr Wagen landet, zum Glück, auf einem Baum.
Dort werden sie dann von einem Tentakel angegriffen, der einen von ihnen, Thomas, aus dem Auto zieht. Durch die Erschütterung fällt der Käfer tiefer und knallt auf den Boden, wo er von irgendetwas eingegraben wird. Die Jungs können sich und Sebastien retten.
Jetzt kommen ein paar unnötige und dämliche Szenen mit dem Psychopathen. Zwischendurch trifft man auf das Vieh. Dadurch sind wieder 15 Minuten verbummelt worden. Dann findet man einen Autofriedhof.
Dort lagert das Alien wohl die Fahrzeuge seiner Opfer, denn auch ihr roter Käfer ist dort zu finden. Im Kofferraum finden die Jungs, Yann und Vincent, einige wichtige Utensilien, um die „Story“ weiterzuschleppen: Thomas Ausrüstung für´s Fußballstadion. Dieses beinhaltet seine Glückstrikots, aus denen der PIN-Code für das Thomas´ Handy ermittelt werden kann, eine Fußballtröte und ein bengalisches Feuer, das natürlich in jedes Stadion gehört. Das Telefon nutzt aber nix, weil bei der Notrufnummer nur der Anrufbeantworter dran ist, und die Mädels, die weit vorgefahren waren, nicht rangehen. Durch die wohl einzig coole Szene, in der die Jungs die Mädels anrufen und die Kamera von den Beiden quer über den ganzen Autofriedhof bis hin zu den Handy von Karine fährt, welches dann in den Boden gezogen wird, erfahren wir, das die Frauen auch einen „Unfall“ hatten.
In einer weiteren überflüssigen Szene knallt der Psycho die Arme Elodie ab, wird aber kurz darauf von einem Auto erschlagen, das durch die Bodenwellen, ausgelöst durch das grabende Monster, hochgeschleudert wurde. Ja, es ist auch so dämlich, wie es klingt. Jedenfalls ist jetzt dieser dumme Angle mit Sebastien vorbei!
Ja, darauf schießen hilft…
Jetzt kommen wieder ein paar langweilige Szenen, in denen die Jungs auf eine Burgruine voller Skelette stoßen, in den die Jungs den inzwischen aus der Ohnmacht erwachten Thomas auf eine Trage hieven und in der die Jungs mal wieder von dem Möchtegern-Graboiden, den Yann durch verzweifeltes benutzen der Tröte angelockt hat, gejagt werden.
Ach, hatte ich das vergessen? Thomas hat den Absturz aus dem Auto überlebt, ist aber nicht so wichtig, weil er nämlich von dem Alien bei der oben erwähnten Verfolgungsjagd geschnappt wird.
Die restlichen Beiden retten sich auf Bäume. Als der Hubschrauber sie dann überfliegt, schnappt sich Vincent das bengalische Feuer und rennt dem Fluggerät hinterher. Dabei wird er beinahe von dem Alien geschnappt, doch Karine kann ihn rechtzeitig zu Boden werfen und ihm den Mund zu halten. Die Herren haben ja, im Gegensatz zum Zuschauer, noch nicht kapiert, das das Monster auf Schwingungen reagiert (Daher wohl der Name des Films.)
Jetzt sehen wir auch mal etwas mehr von dem Ding, als nur ein Tentakel.
Was auch immer das sein soll.
Katrine berichtet Vincent, das das dritte Mädel im Bunde, Tina, auch von dem Alien getötet wurde. Schade, statt dieser dämlichen Psychopathen-Storyline, hätte man so etwas zeigen können. Die zwei Franzosen schnappen sich Yann und irren weiter durch den Wald. Sie stoßen auf eine Steilwand, oder Mauer, der sie bis in eine Sackgasse folgen. Aber, nein, da ist ein schmales Loch, durch das sie klettern müssen. Hoffentlich wird darin keiner geschnappt!
Hier verabschieden wir uns von Yann.
Die restlichen Zwei entdecken Schienen, denen sie weiter folgen. Da ist auch schon wieder der Hubschrauber. Er hat sie entdeckt und dreht um. Aber nein, durch den Krach wird das Monster angelockt…
Unsere beiden Helden können gerade noch zur Seite springen.
Das leuchtende Teil da rechts ist übrigens ein Hochspannungskabel, das durch das heraneilende Wesen entzwei gerissen wurde. Das ist wichtig, für den letzten großen Logikfehler.
Jetzt taucht unser Alien endlich ganz aus der Erde auf, klettert einen Baum hoch und reißt den Heli runter. Er explodiert am Boden. Durch herumfliegende Teile wird Vincent böse an der Seite erwischt. Dann greift sich das Wesen Katrine. Die packt aber an die Stromleitung, die plötzlich wieder heile ist, und macht so dem Alien, und natürlich sich selbst, den Garaus.
Oben links ist übrigens das überflüssige Geisterwesen wieder zu sehen. Keine Ahnung warum.
Zum Glück endet jetzt der Film mit einem Zoom von Vincents entsetzem Gesicht hoch, bis in den Weltraum, wo neue Asteroiden mit Aliens drinne auf die Erde zusteuern. Oh, nein! Bitte keine Fortsetzung!
Fazit:
Das ganze Ding ist stinklangweilig. Dem Autor ist wirklich keine spannende Geschichte um das Unfall-Alien-Gerüst eingefallen. Darum kommen so sinnlose Sachen, wie der entflohene Sträfling, und alle Szenen mit ihm, in die Geschichte. Oder der Geist. Blödsinn. Nur weil in der Anfangsszene im Jahre 1663 eine Frau im weißen Kleid das erste Opfer des Wesens ist. Ja genau, das Ding geistert 350 Jahre durch das französische Outback.
Die Effekte sind ja ganz passabel und die Schauspieler geben sich auch Mühe, aber der ganze Film ist einfach nur langweilig.
Was habe ich also von diesem Film gelernt:
- Bengalische Feuer gehören zu jedem Fan-Paket.
- Tankstellen, die dunkel sind, haben trotzdem noch offen.
- New-Beetle haben keinen Airbag.
- Scheinwerfer, die über Autobatterien betrieben werden, leuchten wochenlang.
- Man kann nur einmal bei der Notrufzentrale anrufen.
- Die Notrufzentrale hat einen automatischen Anrufbeantworter.
- Tentakel sind Würmer.









Na, wenigstens ist ein Wilhelmsschrei im Trailer zu hören.